Im Rahmen unseres Webinars zur Krankenhausreform und Ambulantisierung haben wir gefragt, ob die aktuell beschlossenen Reforminstrumente ausreichen, um die Gesundheitsversorgung nachhaltig zu verändern. Das Bild fiel klar aus.
2 % der Teilnehmenden halten die bestehenden Instrumente im Wesentlichen für ausreichend. 59 %sehen eine Grundlage, verbinden damit aber den Bedarf an ergänzenden strukturellen Maßnahmen. 39 %kommen zu dem Schluss, dass die bisherigen Ansätze zu kurz greifen.
Dieser Wert zeigt, wie groß die Unsicherheit in der Fachpraxis aktuell ist. Wenn man sich täglich mit Versorgung, Planung und wirtschaftlichen Realitäten befasst ist, blickt man sehr genau auf die Frage, ob die bestehenden Instrumente der tatsächlichen Komplexität gerecht werden.
Für uns liegt darin ein klarer Auftrag. Die Diskussion über Reform, Ambulantisierung und Versorgung braucht belastbare Daten, eine saubere Einordnung und einen engen Bezug zur Praxis. Nur so lassen sich aus politischen Instrumenten tragfähige Entscheidungen für die Versorgung ableiten.